Differenzierung

In der Gemeinschaftsschule findet der Unterricht überwiegend gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern auf unterschiedlichen Niveaustufen statt. Die Entscheidung, welchen Schulabschluss ein Kind anstrebt, fällt in der Gemeinschaftsschule spät. Erst im Abschlussjahr muss in allen Fächern auf einem einheitlichen Niveau gelernt werden, das zum Hauptschulabschluss, zum Realschulabschluss oder zum Abitur führt. 

Aber wie ist dieses gemeinsame Lernen überhaupt möglich?

Differenzierung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Schulkonzepts. Dies geschieht in Form von so genannten Lernwegen. Lernwege ermöglichen die kompetenzorientierte Binnendifferenzierung in den einzelnen Niveaustufen (G-M-E) des aktuellen Bildungsplans.

Lernwege sind gegliedert in Lernschritte. Lernschritte sind Aufgaben, die gewisse Teilkompetenzen trainieren. Diese Schritte stellen den Lernweg dar, der zum Erlangen der übergeordneten Kompetenz führt. Der Lernweg berücksichtigt alle drei Niveaustufen. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass Lernwege nicht als Abarbeiten von Arbeitsblättern in Einzelarbeit ist. Auch auf den Lernwegen sind Aufgaben vielfältig gestellt und in unterschiedlichen Sozialformen (Gruppenarbeit, Partnerarbeit) zu bearbeiten.

In den im Stundenplan verankerten Lernbändern arbeiten die Kinder überwiegend an den Lernwegen der Kernfächer (Deutsch, Mathematik, Englisch). Hierbei werden sie ebenfalls von den Lehrkräften eng begleitet. Idealerweise sind für zwei Lerngruppen in dieser Zeit drei Lehrkräfte anwesen. Diese achten auf eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, helfen bei der Organisation, unterstützen bei Fragen und geben ggf. parallel Inputs für einzelne Schüler(gruppen).