Um 7:15 Uhr ging's los, um 7:40 Uhr startete der Bus Richtung Straßburg. Die rund drei Stunden Fahrt vergingen wie im Flug – zwischen Musik, einem kleinen Nickerchen und Snacks war keine Zeit für Langeweile.
Gegen 11 Uhr kamen wir am Lieu d'Europe an. Ein Video gab uns dort erst mal einen Überblick über das Europaviertel und seine Institutionen. Direkt im Anschluss ging's an die erste Aufgabe: An einer großen Karte mussten wir Schilder mit Institutionsnamen den richtigen Gebäuden zuordnen. Außerdem lagen Flyer, Broschüren und Bücher mit spannenden Europa-Infos zum Stöbern aus.
Danach startete die rund drei Kilometer lange Schnitzeljagd durchs Europaviertel. Jedes Team hatte seine eigene, farbcodierte Karte mit eigenen Fragen – unsere war grün. So konnte niemand bei den anderen abschauen, und jede Gruppe musste selbst tüfteln. Weil wir ohne Lehrkräfte unterwegs waren, durften wir ausnahmsweise sogar unsere Handys nutzen, um in Kontakt zu bleiben.
Die Tour führte uns von Institution zu Institution, wo Infotafeln die Antworten auf unsere – mal deutschen, mal französischen – Fragen lieferten. Jede Antwort war mit einem orangefarbenen Symbol verknüpft, und am Ende ergaben die Buchstaben das Lösungswort: PARLAMENT. Kniffelig, aber richtig unterhaltsam!
Auf der Route lagen unter anderem das Lieu d'Europe, das EDQM, die L'Agora mit den zwölf EU-Sternen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, das Europäische Parlament mit seinen Büros, der Sender ARTE, ein Kunstwerk zu den europäischen Grundrechten und der Parc de l'Orangerie.
Treffpunkt war um 13 Uhr im Parc de l'Orangerie – wir waren sogar 20 Minuten früher fertig und konnten den Park noch erkunden. Zwischen spielenden Kindern entdeckten wir einen Storch, der als Elsass-Wahrzeichen perfekt zu unserem Ausflug passte.
Danach ging's in kleinen Gruppen weiter in die Altstadt, mit der Kathedrale Notre Dame als Treffpunkt. Überall Fahrradfahrer, dazwischen Sonne und Wolken im Wechsel – wir schlenderten durch die Gassen, stöberten in Läden, kauften Souvenirs und ließen den Tag bei Getränken und Gebäck in einem Café ausklingen.
Auf der Rückfahrt – wieder rund drei Stunden – ging's genauso entspannt zu wie morgens, bis wir am Abend wieder zuhause ankamen.
Fazit: ein richtig gelungener Tag im politischen Herz Europas! Die Schnitzeljagd hat die Institutionen auf eine spannende und praktische Art lebendig gemacht, und auch wenn manche Aufgaben echt kniffelig waren, hat die gemeinsame Entdeckungstour einfach Spaß gemacht.